Die beiden aus der Buchführung stammenden
Begriffe Soll und Haben können gerade im Kreditbereich verschiedene Auswirkungen
haben.
Das Soll entspricht hierbei der Ausgabenseite des Girokontos und fasst alle in einem bestimmten Zeitraum statt gefundenen Abgänge
zusammen. Später wird der Soll-Wert mit dem der Habens-Seite
abgeglichen.
Wichtig werden die beiden Begriffe Soll und Haben dann, wenn
man beispielsweise einen Kredit beantragt. Um seine Bonität, die meistens die Grundlage für eine Kreditzusage ist, beweisen zu können, greifen Kreditinstitute gerne auf Kontoauszüge zurück, bei denen durch den Abgleich von Soll und
Haben ein Restbetrag übrig bleibt. Der spätere Kreditgeber muss hier nun prüfen, ob die Beschaffenheit des Kontos als Sicherheit dafür gelten kann, die monatlich vereinbarten Raten zur Abbezahlung des Kredits auch tatsächlich erbringen zu
können.
Soll und Haben können aber auch bei der Einräumung eines Dispositionskredits eine entscheidende Bedeutung haben. Hierbei wird dem Kontoinhaber nämlich
die Überziehung des Kontos eingeräumt, ohne dass dafür extra ein Kredit beantragt werden muss.